50Hertz plant die Ostsee-Havel-Leitung als 380-kV-Höchstspannungsfreileitung mit Hochstrombeseilung. Es werden Viererbündel verbaut, also vier Leiterseile je Phase. Diese Bauweise ist bei neuen 380-kV-Freileitungen üblich, wenn sie hohe Stromtragfähigkeiten ermöglichen sollen.
50Hertz plant die Masten überwiegend als Stahlgittermasten mit Donaugestänge. Beim Donaugestänge sind die Leiterbündel auf zwei Ebenen angeordnet. Je Stromkreis befinden sich zwei Leiterbündel auf der unteren und eines auf der oberen Traverse. Diese Bauform ist ein technischer Kompromiss zwischen Masthöhe und Trassenbreite.
Damit die Leiterseile auch bei hoher Auslastung ausreichend Abstand zum Boden halten und die erforderlichen Sicherheitsabstände eingehalten werden, sind die neuen Maste etwas höher zu planen als die Bestandsmaste. Am niedrigsten Punkt sieht die Planung einen Bodenabstand von 12,5 Metern vor.